Unglückliche Niederlage gegen das Schlusslicht

Im zweitletzten Heimspiel der Saison konnte sich das Herren 1 nicht für die Hinspiel-Niederlage gegen die Powermäuse Brugg revanchieren und verloren mit 5:6 nach Verlängerung. Die Niederlage gegen das kämpferische Brugg war vermeidbar, jedoch fehlte wie so oft schon in dieser Saison das Abschlussglück.

Die Tore fehlen

Wer zum Matchanpfiff noch nicht ganz wach war, war es spätestens nach 10 Sekunden. Der allererste Abschluss von Martin Bieri schmetterte von der Querstange zurück ins Feld. Brugg reagierte auf diesen Weckruf besser als die Surenthaler und übernahmen in den Startminuten das Spieldiktat. Doch die Surseer Defensive um Torhüter Patrick Stöckli hielt dem Ansturm stand. Nach 10 Minuten konnte Mauro Furrer einen Ball in der Auslösung abfangen, fackelte nicht lange und fand mit seinem Abschluss erneut das Aluminium, wieder sprang der Ball zurück ins Feld. Dieses Mal war es das Einläuten einer besseren Surseer Phase. In der 13. Spielminute kam Sursee zu einem Freistoss aus günstiger Position. Sebastian Baumgartner mit dem Pass, Remo Grossmann mit dem Abschluss, der seinen Weg platziert ins linke untere Toreck fand – 1:0 für Sursee. Da aber Sursee bis zur Pause noch weitere gute Gelegenheiten liegen liessen, ging es mit dem knappen Vorsprung zum ersten Pausentee.

Weiterhin knappes Spiel

Die erste nennenswerte Szene im Mittelabschnitt ereignete sich nach knapp 5 Minuten, als Martin Bieri bereits zum 2. Mal an diesem Abend seinen Meister in der Torstange fand. Nur Sekunden später kam es sogar noch dicker für das Heimteam: Ein schneller Konter brachte den Ausgleich für die Gäste. Danach konnten sich bei beiden Mannschaften die Special-Teams versuchen, da beide Truppen zu Überzahlsituationen kamen. Das Powerplay der Luzerner war grundsätzlich gefährlicher und zielstrebiger, jedoch fehlten bei beiden Teams der Torerfolg. Trotzdem konnte Sursee schliesslich doch noch eine Standardsituation ausnutzen: Hannes Feucht chippte den Ball nach einem Freistoss in der Ecke in die Mitte, wo Martin Bieri nach zwei Aluminiumtreffer endlich den Torerfolg fand. Somit lag das Heimteam auch nach zwei Abschnitten mit einer Länge in Front.

Zurückgekämpft

Brugg liess sich jedoch nicht unterkriegen und schockte die Surenthaler nur kurz nach Drittelsbeginn mit einer Doublette: Zuerst konnte ein schneller Gegenstoss verwertet werden, danach nutzten die Gäste ein Ballverlust im Aufbau eiskalt aus. Nach 7 Minuten im Schlussabschnitt kam zum fehlenden Abschlussglück auch noch Pech dazu: Ein Brugger schlug den Ball einfach Mal in die Mitte, wo ein Surseer Verteidiger den Ball ins eigene Tor ablenkte – 2:4 aus Sicht des Heimteams. Dies war aber auch der Auftakt zur Stärksten Phase der Luzerner, die nun mit enorm viel Zug agierten. Zuerst wurde ein Abschluss von Mauro Furrer vom Torhüter an die Latte gelenkt, danach fand Christian Burkhard seinen Abschluss vom Pfosten abgewehrt. Schliesslich war es wiederum Martin Bieri, der mit einem Rückhandvolley aus zentraler Position Sursee endgültig zurück ins Spiel brachte. Rund 4 Minuten vor Schluss fing Martin Bieri einen Ball in der Auslösung ab, tankte sich durch die Verteidigung durch und chippte den Ball am Torhüter vorbei ins Tor – der Ausgleich. Unmittelbar nach dem Tor: Schneller Konter von Sursee durch Sebastian Baumgartner und Linus Fässler, der den Doppelschlag perfekt macht. Die restlichen Minuten konnte Sursee souverän herunterspielen – bis 30 Sekunden vor Schluss die Brugger einen weiten Ball Richtung Surseer Tor. Torhüter Stöckli schlug den Ball weg, der aber genau auf der Schaufel eines aufgerückten Bruggers landete, der den Ball Volley an Stöckli vorbei ins Tor schlug. Somit musste die Verlängerung entscheiden.

Konzentration verloren

Brugg bekam durch den späten Ausgleich wieder Aufwind und es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. In der 3. Minute der Verlängerung hatte auch Sursee für einmal das Pfostenglück, als ein Prellball vom Surseer Gehäuse zurücksprang. Wenig später war das Spiel dann trotzdem vorbei: Brugg nutze ihr 4. Überzahlspiel mit einem Scharfschuss zum Siegtreffer aus.

Fazit: Sursee zeigte wie so oft diese Saison ein gemischter Match, wo sich starken mit schwachen Phasen abwechselte. Brugg zeigte eine kämpferisch tadellose Leistung und machte das Maximum aus ihren Möglichkeiten, während Sursee die letzte Präzision und auch etwas das Glück in den Abschlüssen fehlte.

Am nächsten Samstag findet um 1930 das letzte Heimspiel der Saison statt. Gegner ist der Tabellendritte aus Schwarzenbach, den man in der Vorrunde nach Verlängerung bezwingen konnte. Das Team freut sich auf zahlreiche Zuschauer.

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