Fischers Fritze fischt frische Fische, aber Stockers René fängt Haie!

Sursees Herren Kleinfeldteam wahrt mit zwei Siegen die Chance zum Aufstieg in die dritte 3- Liga.
Sowohl gegen den Leader, den Blue Sharks aus Waltenschwil, als auch gegen den Gastgeber, HCG Aarau konnte ein knapper Sieg errungen werden. Während der Sieg gegen die Waltenschwiler hart erkämpft werden musste, verspielte Sursee im zweiten Spiel einen Kantersieg.

Taktikfuchs Stocker erwischt die Haie
„Ich habe die Taktik schon seit Wochen im Kopf“ beantwortete Sursee Spielertrainer Stocker die Frage wie den der Leader aus Waltenschwil geschlagen werden soll. Mit zwei ausgeglichenen Blöcken und einem unbändigen Willen sollten die Waltenschwiler geschlagen werden, schliesslich sei die Hauptursache der Niederlage im Hinspiel (4:7) der grössere Siegeswille des Gegners gewesen.
Wie so oft in dieser Saison erprobten die Surseer am Anfang des Spiels den Geduldsfaden des Schiedsrichters. Schon ziemlich bald war klar, dass dieser sehr dünn sein musste. Nach der ersten umstrittenen Intervention und den folgenden Reklamationen, mussten die Surseer in Unterzahl agieren. In Unterzahl spielend liess Amreins bereits lädiertes Knie nach und Amrein ging offensichtlich verletzt zu Boden. Da weder der Gegner noch der Schiedsrichter das Spiel unterbrachen, stieg der Unmut der Surseer und eine weitere 2-Minutenstrafe war die Folge. Aus dem Hinspiel wussten die Surentaler, dass Waltenschwil über ein starkes Überzahlspiel verfügt. Der Schaden konnte aber in Grenzen gehalten werden und so gelang Waltenschwil in der fast 4-minütigen Überzahl nur einen Treffer. In der Folge versuchten die Surseer über den Kampf ins Spiel zu kommen, was aber mehr schlecht als recht gelang. Zum einen schoss der Gegner zwei weitere Tore und zum anderen drohte der Schiedsrichter mit einem Spielabbruch „wenn ihr so unfair weiterspielt“. Die Pause kam da gerade recht und liess Stocker die Möglichkeit die Taktik zu ändern. In der zweiten Halbzeit sollte ein „Power-Block“ endlich Tore schiessen und der „Checker-Block“ hinten dicht halten.
Bereits kurz nach der Pause trug die neue Taktik Früchte und der neu formierte Power-Block konnte den ersten Treffer erzielen. In der Folge war Sursee plötzlich spielbestimmend und der zweite Treffer die logische Folge davon. 5 Minuten vor dem Ende markierte Dave Lingg mit einem verdeckten Weitschuss den Ausgleich. Keine zwei Minuten später war es dann Spielertrainer Stocker selber, der eine herrliche Kombination mit dem Game-Winning-Goal abschloss. Obwohl Waltenschwil in den letzten Minuten nochmals alles versuchte, liessen die Surseer kein Tor mehr zu und bejubelten den 4:3 Endstand.

Never change a winning team, oder?

Im Hinblick auf das zweite Spiel wurden die Blöcke nicht mehr umgestellt und auch der HCG Aarau sollte mit Toren des Power-Blocks bezwungen werden. Dass es in diesem Spiel aber noch einen Nebenschauplatz geben sollte, war jedem bewusst, der bereits das Hinspiel gesehen hatte. „Die Frage ist nicht ob, sondern nur wann sich die beiden in die Haare kriegen“ meinte dann auch ein Aarauer Spieler vor dem Spiel. Die Rede war von den beiden Leitwölfen Etterlin (Sursee) und Geiser (Aarau). Bereits beim ersten Aufeinandertreffen der beiden krachte Etterlin in die Bande und Geiser wanderte dafür auf die Strafbank, nicht ohne dabei Etterlin der Schwalbe zu bezichtigen. Das folgende Überzahlspiel nutzte Sursee sogleich zur Führung. Bis zur Pause konnte der Vorsprung auf 3 Tore ausgebaut werden, mit 4:1 ging es in die Pause.
Dementsprechend war in dieser Pause keine Taktikänderung angebracht. Im Gegenteil jetzt lief die Tormaschinerie wie geschmiert. Bis Mitte zweite Halbzeit konnten 5 weitere Tore erzielt werden, die 2 Gegentore in der gleichen Zeit konnten leicht verschmerzt werden. 9:3 stand es also nach 30 Minuten und Sursee sah wie der klare Sieger aus. Wahrscheinlich waren die Surseer zu siegessicher und die Konzentration nicht mehr die beste. Auf jeden Fall wurden die Gegentore Nummer 4 und 5 noch locker weggesteckt, es waren ja nur noch 3 Minuten zu spielen. Sursee versuchte nun gar nicht mehr ein weiteres Tor zu erzielen, sondern beschränkte sich aufs Resultathalten. Dumm nur, dass Aarau praktisch jeden Ballverlust der Surentaler zu einem weiteren Tor ausnützen konnte. So kamen die Aarauer bis auf ein Tor heran und die Surseer mächtig ins Zittern bis sie endlich von der Schlusssirene erlöst wurden.
Ach ja, das Duell der beiden Leitwölfe war übrigens mit der Schlusssirene noch lange nicht zu Ende. Die beiden diskutierten und analysierten ihre Zweikämpfe noch über eine halbe Stunde lang im Kabinengang.

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