Wenn Ronaldo 10 Minuten draussen sitzt

Es sei vorausgesagt, es wurden drei Punkte an diesem Spieltag. Vielleicht wären es deren vier geworden, wäre  Sursee’s Ronaldo die letzten 10 Minuten im ersten Spiel nicht auf die Strafbank geschickt worden.

Aber der Reihe nach, s‘ Drü trat in Schüpfheim gegen die Tigersharks Unterkulm II und die dritte Mannschaft des UHC TV Schüpfheim an.

Unterkulm…. was wäre wenn

Bereits im Vorfeld wusste man auf Surseer Seite, dass von den Gebrüdern Hunziker, beide mit Surseer Vergangenheit,  auf Unterkulms Seite stete Torgefahr ausgeht. Da Sursee in den letzten Spielen immer früh in Rückstand geriet, wollte man den Hunzikers keinen Abschluss gönnen. Dies gelang in der ersten Halbzeit ausgezeichnet, denn weder die Hunzikers noch der Rest des Kulmer Teams hatten zwingende Torchancen. Auf der anderen Seite war es Etterlin aka Ronaldo, der das 1:0 buchen konnte. 10 Sekunden vor der Pause konnte Stocker mittels herrlichem Volley zum 2:0 erhöhen. Der zweite Treffer hatte jedoch den Makel, dass der Ausball der zum Assist führte, eigentlich den Kulmern zugestanden hätte. Auch in Halbzeit zwei hatte Sursee das Spiel eigentlich im Griff. Zwar gelang Kulm bei angezeigter Strafe der Anschlusstreffer, aber Sursee reagierte prompt und so stand es 10 Minuten vor dem Ende 4:2 für die Surentaler. Dann zog der Schiedsrichter den Surseer Missmut auf seine Seite: Erst verhängte er Etterlin für ein Foul eine 2-Minutenstrafe und als dieser das Verdikt nicht wahrhaben wollte, folgte eine weitere 2+10 Minutenstrafe. Für Sursee bedeutete das 4 Minuten Unterzahl und de facto ein Restausschluss für Topscorer Etterlin. Trotz eines guten Überzahlspiels vermochten die Kulmer in den 4 Minuten jedoch nicht zu reüssieren. Im Anschluss an das Überzahlspiel setzten die Kulmer alles auf eine Karte und nahmen zugunsten eines 4 Feldspielers den Torhüter raus. Sursee gelang es in der Folge nicht, den Ball in den eigenen Reihen zu halten und so konnten die Kulmer durch den starken Simon Hunziker noch zum 4:4 ausgleichen.

Was wäre gewesen ohne die 10 Minutenstrafe? Dies und die eine oder andere Spielszene wurden im Anschluss in der Surseer Kabine bei einem feinen Apéro, gesponsert durch die Bäckerei Stocker, ausgiebig diskutiert.

It’s Derbytime, wenn da nicht der Schiedsrichter plötzlich im Mittelpunkt steht.

UHC TV Schüpfheim III, so hiess der Gegner im zweiten Spiel. Die beiden Fanionteams standen sich bereits am Vorabend gegenüber. In diesem Spiel kanterten die Surseer die Entlebucher gleich mit 8:1 nieder. Sursees Dritte wollte da natürlich in Nichts nachstehen. Vorerst blieb es aber beim Wollen, denn Schüpfheim ging schon früh in Führung. Den vermeintlichen Ausgleichstreffer annullierte der Schiedsrichter wegen eines nicht gegebenen Vorteils. Damit nicht genug, da die Surseer ein bisschen zu laut „Das ist doch Vorteil, Schiri“ riefen, spielten sie die folgenden 2 Minuten in Unterzahl. Die Entlebucher vermochten die Überzahl zwar nicht auszunützen, führten aber zur Pause dennoch mit 3:1. Inder zweiten Halbzeit stand dann mehr und mehr nicht mehr das Resultat im Vordergrund sondern der Schiedsrichter. In einem nicht allzu gehässigen Spiel fing er an, auf beiden Seiten etliche Strafen zu verteilen. Es ging soweit, dass der Organisator nicht mehr wusste, wann welcher Spieler die Strafbank verlassen durfte. Obwohl durch die Strafen nicht bevorteilt, Cerere sass wegen einem Tritt gegen die Bande für 10 Minuten auf der Strafbank, profitierte Sursee mehr von den zahlreichen Strafen und Unterbrüchen. Schüpfheim verlor den Faden und Sursee fand endlich einen Weg am starken Schüpfer Torhüter vorbei. Tor um Tor erzielten die Surentaler zum finalen 6:4 Erfolg

Eine Kiste Bier

Im Anschluss an den Sieg gab es noch mehr zu feiern. Der UHC TV Grosswangen, bereits gegen die Surseer nahe am Sieg, bezwangen die bis dahin ungeschlagenen Blue Sharks aus Waltenschwil, so dass Sursees Rückstand auf den Tabellenführer nur noch einen Punkt beträgt.
Die versprochene Kiste Bier spendieren die Surseer dem Kantonsrivalen aus Grosswangen gerne. Prost!

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