Herren 1: Cup-Out trotz grossem Spiel

Der diesjährige Schweizercup ging für das Surseer Herrenteam in der 2. Runde zu Ende. Das Team musste sich dem NLB- Vertreter von ULA in einem spektakulären Match in der heimischen Stadthalle mit 5:8 geschlagen geben.

Konsequent, zielstrebig, unglücklich

Die ersten Minuten in diesem Spiel nahmen bereits einen ordentlichen Teil des Spiels vorneweg, denn das NLB- Team von ULA versuchte sogleich, die Kontrolle zu übernehmen und das Spiel in gewünschte Bahnen zu lenken. Doch trotz mehrheitlichem Ballbesitz wurde der Oberklassige kaum gefährlich, denn das Heimteam spielte defensiv äusserst konsequent, blockte Schüsse, führte die Zweikämpfe entschlossen, machte die Räume eng und konnte sich auf einen hellwachen Norbert Muri im Tor verlassen. Nach etwas mehr als drei Spielminuten kamen die Hausherren zur ersten guten Tormöglichkeit – und diese wurde von Linus Fässler sogleich eiskalt ausgenutzt: Einen Freistoss zirkelte er herrlich ins Lattenkreuz der Gäste – 1:0 für das Heimteam. Das Führungstor sorgte jedoch auch für eine zwischenzeitliche Unkonzentriertheit, denn ein individueller Fehler nur eine knappe Minute nach dem Führungstreffer führte zum Ausgleich. Auch in der Folge spielte Sursee trotz mehrheitlichem Ballbesitz des Gegners gut mit. So gut sogar, dass sie in der 10. und 12. Spielminute jeweils nur knapp am erneuten Führungstreffer vorbeischrammten – Luca Bucher traf nur die Latte, Moritz Knaak nur den Pfosten, beide jeweils nach sehenswerten Kombinationen. Kurz vor der Pause zeigte ULA dann, wie es gemacht wird und nutzte einen Verteidigungsfehler zur 1:2-Pausenführung aus.

Verhängnisvolle fünf Minuten

Nach der Pause folgte sogleich der nächste Tiefschlag aus Sicht des Heimteams, denn eine Strafe gegen die Hausherren wurde von ULA eiskalt zum 1:3 ausgenutzt. Doch auch dieses Gegentor steckte Sursee weg und die Jungs vom Sempachersee spielten weiterhin konsequent ihr Spiel. Und diese Konsequenz machte sich kurz vor Spielmitte ein weiteres Mal bezahlt, denn ausgerechnet der erst 17-jährige Moritz Knaak verwertete einen Zuckerpass von Fabian Setz abgebrüht zum Anschlusstreffer. Doch auch auf dieses Tor hatte ULA wieder eine rasche Antwort parat und stellte kaum zwei Minuten nach dem Anschlusstreffer den Zweitorevorsprung wieder her. Das Sursee aber aus Langenthaler Sicht weiterhin zu viel Gegenwehr leistete, zeigte sich nach 34 Minuten, als der ULA-Trainer beim Spielstand von 2:4 sein Timeout nahm, um neue taktische Inputs zu geben. Leider verloren die Surseer Herren nach dem Timeout etwas den Fokus, worauf ULA mit einem Doppelschlag auf 2:6 davonzog, wodurch Sursee also mit deutlichem Rückstand in die Pause musste.

Siegreiches Schlussdrittel

Wer nun damit gerechnet hat, dass dieser Doppelschlag den Surseern das Genick gebrochen hatte, wurde überrascht: Sursee konnte früh im Drittel Powerplay spielen. Die Überzahl war schon fast vorbei, als der Ball mit etwas Glück zu Martin Bieri kam, der erfolgreich zum 3:6 einnetzen konnte. Was darauf folgte, dürfte bei manchen ein erstauntes Augenreiben ausgelöst haben, denn in den nächsten Minuten wurde der NLB-Verein vom 2.Ligisten phasenweise dominiert. Angriff um Angriff rollte auf das Langenthaler Tor zu und das 4:6 durch den aufgerückten Verteidiger Pascal Dissler nach absolut sehenswerter Kombination war die logische Konsequenz. Sursee drückte anschliessend auf den Anschlusstreffer, leider konnte sich das defensiv schwimmende ULA durch einen eiskalt ausgeführten Gegenstoss etwas Luft verschaffen. Und als der NLB-Verein in der 57. Minute ein weiteres Powerplay erfolgreich abschloss, war das Spiel entschieden, jedoch noch nicht vorbei. Denn Benjamin Rutschmann in seinem vorerst letzten Spiel für den UUC Sursee (Er wechselt zum 1.-Liga-Spitzenteam Luzern) überraschte kurz nach dem 4:8 mit einem frechen Schuss von der Mittellinie Gegenspieler und Torhüter und traf zum 5:8 Schlussstand. In den Schlussminuten konnte die Surseer Hintermannschaft nochmals eine Strafe schadlos überstehen. Somit konnte man immerhin das Schlussdrittel siegreich gestalten.

Fazit

Letzten Endes setzte sich der Favorit aus Langenthal durch, jedoch zeigte das Herrenteam von Sursee ein grosses Spiel und verlangte dem NLB-Vertreter alles ab. Die Langenthaler zeigten sich das ganze Spiel hinüber ein Ticken reifer und sie erzielten die entscheidenden Tore im richtigen Moment. Trotz  der hervorragenden Leistung, auf die das Team von Sursee stolz sein kann, mischte dann nach dem Spiel auch eine leise Enttäuschung mit, da man die Sensation nur ganz knapp verpasst hat.

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