GV 2017: CAMPUS-Projekt, frischer Wind und neue Teambekleidung

An der GV vom vergangenen Samstag wurden nicht nur zwei neue Vorstandsmitglieder gewählt, sondern auch konstruktiv-kritisch das Projekt einer 5-Abend-Belegung im CAMPUS-Sursee besprochen und dessen Weiterverfolgung gutgeheissen. Zudem präsentierte der Verein die neue Teambekleidung für die kommenden fünf Jahre.

Die ersten paar Traktanden der 31. Generalversammlung vom vergangenen Samstag konnte Präsident Pascal Charrière zackig abhandeln. Auch das Budget 2017/18 mit einer grünen Null wurde problemlos bestätigt. Somit wurde auch das Geld für die Weiteranstellung von David Huber als Geschäftsführer im 30%-Pensum gesprochen. „Das ist für mich keine Überraschung, wenn man sieht, was sich in unserem Verein bezüglich Professionalisierung und Sponsoring getan hat in den vergangenen zwölf Monaten“, so Präsident Pascal Charrière.

Aufstieg (knapp verpasst)
Er kann auch sportlich auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Die C-Junioren waren nahe dran am Gruppensieg, die Kleinfeldherren stiegen mit 12 Siegen aus 12 Spielen souverän in die 4. Kleinfeldliga auf und die Grossfeldherren spielten in ihrer ersten 2.Liga-Saison frech und erfolgreich vorne mit. Als Gruppenzweiter qualifizierten sie sich sogar für die Aufstiegsspiele, wo sie dann aber unglücklich und bitter dem späteren Aufsteiger aus Sargans unterlagen. „Diese starke Leistung mit einem jungen Team in der ersten 2. Liga-Saison ist dennoch enorm hoch zu werten“, so Interims-Sportchef David Huber.

Frischer Wind
Kräftig applaudiert wurde dann bei den Wahlen. Nach dem Rücktritt von Sportchef Hannes Feucht und Kassier Ivan Stofer mussten gleich zwei neue Vorstandsmitglieder gefunden werden. David Huber gibt sein Aktuars-Amt ab und ist neu Sportchef und Medienverantwortlicher. Neu in den Vorstand gewählt und mit einem kräftigen Applaus willkommen geheissen wurden Kassier Pirmin Häfliger und Aktuar Pascal Dissler. www.uhc-sursee.ch/vorstand/

Neue Ära
Eine neue Ära wurde beim Sursee-Cup eingeläutet. Stephan Huber hat als OK-Präsident dieses schweizweit bekannte Unihockey-Turnier in den vergangenen zehn Jahren zu einem der quantitativ und qualitativ besten Kleinfeld-Saisonvorbereitungsturniere der Schweiz entwickelt. Nun übergibt er mit dem Sursee-Cup vom 25. Bis 27. August 2017 an seinen Nachfolger Lukas Vonesch: „Es war eine wunderbare Zeit mit vielen wertvollen Begegnungen und Erfahrungen“, so der scheidende Präsident. „Um den Sursee-Cup weiterzuentwickeln, braucht es jetzt aber neue Leute mit frischen Ideen.“ Wie frisch Stephan Huber selber noch ist, wird er wahrscheinlich als Titelverteidiger des letztjährig wiedereingeführten Plauschturniers für Firmen und Vereine unter Beweis stellen (Details und Anmeldeformular unter www.uhc-sursee.ch/plauschturnier/).

Gönnerverein und Fanclub
Wenig später richtete Stephan Huber das Wort nochmals an die anwesenden Mitglieder. Als Präsident des Gönnervereins „gustare et donare“ lud er dazu ein, dem Gönnerverein beizutreten und wie der Name sagt gesellig zu GENIESSEN und grosszügig zu GEBEN (Details im Flyer zum aktuellen Vereinsjahr).
Auch der Fanclub nutzte dann die Gunst der Stunde, um den Mitgliedern ihren neuen Fanschal zu präsentieren, aber auch, um darauf aufmerksam zu machen, dass der Fanclub dringend neue Mitglieder braucht. Denn: „Momentan besteht der Fanclub vor allem aus U21-Spielern. Sollten diese in den kommenden Jahren den Sprung ins Herren 1 schaffen, können sie nicht gleichzeitig auf der Tribüne für Stimmung sorgen“, so Sylvan Berchtold. „Darum sind alle Spielerinnen und Spieler sowie Angehörige herzlich willkommen, im Fanclub mitzumachen“, ermunterte Jonas Grimm die rund 70 Anwesenden (Infos unter www.facebook.com/SpartiatenSursee/).

CAMPUS-Projekt
Mit viel Spannung erwarteten dann die GV-Teilnehmer das Traktandum „CAMPUS-Projekt“. Zuerst erläuterte Geschäftsführer David Huber die Idee, den aktuellen Stand sowie die Vorteile und Bedenken zum Projekt einer 5-Abend-Belegung in der Ende 2018 fertiggebauten Dreifachturnhalle im CAMPUS Sursee. Anschliessend zeigte Präsident Pascal Charrière auf, dass die Realisierung eines solch Projekts den Verein in arge finanzielle Schwierigkeiten bringen könnte, betonte jedoch auch, dass es momentan erst um zwei Fragen ging, nämlich, ob die Vereinsführung das Projekt weiterverfolgen soll, und ob die Mitglieder bereit wären, die Realisierung eines solchen ambitionierten Projekts finanziell mitzutragen. Anschliessend ergriffen einige Mitglieder das Wort und brachten wichtige Punkte zur Sprache, welche das Projekt mehrheitlich kritisch beurteilten. Dennoch sprachen sich bei der anschliessenden Abstimmung fast 66 Prozent der Anwesenden Mitglieder dafür aus, das Projekt weiterzuverfolgen und fast 54 Prozent erklärte sich auch bereit, dieses Projekt finanziell mitzutragen.

Kritische Stimmen
Entsprechend froh und zufrieden war Initiant David Huber nach der GV: „Die Mitglieder haben bezeugt, wie wichtig ihnen die Sicherung von optimalen Trainings- und Meisterschaftsbedingungen ist und dass die Vereinsführung darum dieses ambitionierte Projekt weiterverfolgen soll.“ Der Grundtenor der kritischen Stimmen ist, dass dieses Projekt eine zu grosse finanzielle Belastung für den Verein sein könnte. „Ich bin sehr froh um diese guten und berechtigten Argumente, welche die Vereinsführung bei der Weiterverfolgung des Projekts berücksichtigen wird“, so Geschäftsführer David Huber.

CAMPUS-Projekt, wie weiter
Er wird nun zusammen mit der Stadt Sursee, dem CAMPUS Sursee und weiteren Beteiligten prüfen, ob und unter welchen Bedingungen der Unihockeyclub Sursee ab Ende 2018 die bis dahin fertiggebaute Dreifachturnhalle im CAMPUS Sursee von Montag bis Freitag für alle Abend-Trainingseinheiten und am Wochenende für Meisterschaftsspiele mieten könnte. „Ziel ist, dass wir bis zur nächsten GV im Mai 2018 eine konkrete, mehrjährige Finanzierung einer solchen Belegung definieren und die Vereinsmitglieder dann darüber abstimmen können, ob sie einer entsprechenden, notwendigen Erhöhung der Mitgliederbeiträge zustimmen“, so Huber. Ihm ist bewusst, dass dies kein einfaches Unterfangen ist. Laut Statuten dürfen nämlich die Mitgliederbeiträge nicht höher sein als 250 Franken. Aktiv-Mitglieder bezahlen aktuell 200 Franken und würden wohl die festgelegte Grenze überschreiten. Da es für eine Statutenänderung eine 2/3-Mehrheit benötigt, würde diese Abstimmung ein echter Prüfstein für das Projekt. Trotzdem sieht Geschäftsführer David Huber einer allfälligen Abstimmung positiv entgegen: „Sollte es zu dieser Abstimmung kommen und würde eine Statutenänderung gutgeheissen, so wäre das Projekt von einer breiten Vereinsbasis abgestützt.“

Neue Teambekleidung
Nach den Ehrungen und dem offiziellen Schlusswort des Präsidenten ging es über zum gemütlichen Teil, bei dem die Mitglieder auch die neue Teambekleidung anprobieren und bestellen konnten. Details und das Bestellformular dazu unter www.uhc-sursee.ch/teambekleidung/.