30 Jahre Unihockeyclub Sursee

Rund 140 Unihockeyaner und Angehörige haben am vergangenen Samstag das 30-Jahre-Jubiläum des Unihockeyclub Jungwacht Sursee ’86 gefeiert.

Nebst den drei Gründervätern Stefan Bättig, Peter Marty und Roger Bisang sowie allen bisherigen Präsidenten (Stefan Bättig, Christoph Hüsler, Armin Hodel, René Wicki und Pascal Charrière) feierten über 130 weitere Mitglieder und Angehörige ein geniales Jubiläumsfest im Nordsaal der Stadthalle Sursee.

Fussball live und Teamwettkämpfe

Nachdem gemeinsamen Mitfiebern beim Fussball-EM-Spiel Schweiz-Albanien war die Stimmung perfekt und in durchmischten Teams traten Junioren, Aktiv-, Ehren- und Passiv-Mitglieder bei verschiedenen Posten gegeneinander an und stellten ihr Geschick, Wissen und Können unter Beweis.

Spannender Rückblick

Nach dem feinen Hauptgang interviewte Geschäftsführer David Huber vier Herren, die aus verschiedenen Perspektiven auf die Geschichte des Unihockeyclubs Sursee zurückblickten. Gründervater und erster Präsident Stefan Bättig erzählte, wie er zusammen mit seinen zwei Jungwachtkollegen Peter Marti und Roger Bisang am 15. Mai 1986 im damaligen Café Spatz die Formulare für die Vereinsgründung unterzeichneten. „Und dies, obwohl keiner von uns bis dahin jemals ein Unihockeyspiel gesehen hatte“, so Bättig. Heute undenkbar ist auch, dass die Jungs beim ersten Meisterschaftsspiel zum ersten Mal auf richtige Tore spielten. „In unseren Trainings am Sonntatmorgen mussten wir mit Malstäben improvisieren“, erinnert sich Bättig. Der Grund dafür war einfach; es fehlte an Geld. Wilmar Schüpbach weiss noch genau, „wie ich damals mit meinem Lehrlingslohn das Geld für die Lizenzen vorschiessen musste, damit wir überhaupt an der Meisterschaft teilnehmen konnten“.

Die Anfänge des Sursee-Cups

So waren es dann auch vor allem finanzielle Gründe, die den Gründervater Roger Bisang dazu veranlassten, 1991 das erste Unihockeyturnier in Sursee durchzuführen. „Wenn ich sehe, dass aus dem Sursee-Cup unterdessen ein national bekanntes Saisonvorbereitungsturnier für die besten Kleinfeldteams der Schweiz geworden ist, dann finde ich das einfach genial“, so Bisang. Besonders freut ihn, dass in diesem Jahr nach mehreren Jahren Unterbruch wieder ein Plauschturnier für Firmen und Vereine durchgeführt wird (Details und Anmeldung unter www.uhc-sursee.ch/plauschturnier/.

Die Veränderungen

Wilmar Schüpbach hofft, dass viele Firmen und Vereine der Region der Einladung zu diesem Plauschturnier am Freitag, 26. August 2016 folgen werden. Schüpbachs Geschichte ist faszinierend. Der heute 45-jährige Familienvater stiess in der ersten Saison zum Team und hat auch für kommende Saison wieder eine Lizenz gelöst. Die Gründe, warum er so lange spielte und noch mindestens eine Saison weitermacht, sind einfach: „Unihockey ist ein schneller, attraktiver Sport und ich hatte stets super Teamkollegen.“ Der Oldy kann also ganz genau berichten, was sich in den vergangenen 30 Jahren verändert hat im Unihockeysport. Es sei vor allem das Material, welches nicht nur teurer, sondern auch viel besser geworden sei. „Mit den Stöcken von damals sind gezogene Schüsse kaum möglich gewesen, heute sind sie aus dem noch schnelleren und auch Körper betonteren Spiel nicht mehr wegzudenken“, so der mehrfache Aufsteiger und Cupfinalist.

Präsidiale Herausforderungen

Während das Spiel und das Material eine rasante Entwicklung durchmachten, sind die Herausforderungen der Vereinsführung noch dieselben wie damals. Das weiss keiner so gut wie der langjährige Präsident, Trainer und Schiri René Wicki. „Motivierte und geeignete Funktionäre zu finden, dass ist damals wie heute die wichtigste und schwierigste Aufgabe des Vorstandes“, so der ehemalige Goalgetter, der sich nach mehreren Jahren Unterbruch auch nochmals eine Lizenz löst: „Ich sagte mir, wenn Schü (Wilmar Schüpbach) auf dem Feld noch kann, dann kann ich das als Goali auch“, schmunzelt Wicki.

In Erinnerungen schwelgen

Zum Schluss gab Stefan Bättig seiner Dankbarkeit darüber Ausdruck, dass vor einigen Jahren der Antrag eines Mitglieds abgelehnt wurde, das die Namensänderung zu UHC Sursee verlangte. „Ich hoffe sehr, dass wir auch beim nächsten Jubiläum am Vereinsnamen noch erkennen können, wann und von wem der Unihockeyclub Jungwacht Sursee ’86 gegründet wurde.“
Danach genoss er ein feines Dessert und schwelgte durch Fotos angeregt mit Gründervätern, Gönnern und Spielern der Gründermannschaft in Erinnerungen an die eindrückliche und bewegte 30-jährige Vereinsgeschichte.

Hier findest Du Fotos vom Jubiläumsfest.