Dritter Sieg de suite für U21

Am Samstag trat die U21 zum zweiten Auswärtsspiel der noch jungen Saison in Schwyz an. Die Stimmungslage zwischen den beiden Teams konnte vor dem Spiel unterschiedlicher nicht sein: Auf der einen Seite Sursee, Zweitplatzierte der Tabelle und bisher Verlustpunktlos, auf der anderen Seite die Vipers Innerschwyz, Letztplatzierte der Tabelle und noch Punktlos. Jedoch durfte Sursee den Gegner nicht auf die leichte Schulter nehmen, schliesslich gingen sie in der vergangenen Saison gegen den gleichen Gegner zweimal als Verlierer vom Platz.

Zudem kam den Vipers die suboptimale Matchvorbereitung der Surseer entgegen: aufgrund eines Missverständnis kam ein Teil der Mannschaft erst circa 20 Minuten vor Spielbeginn in der Halle an. Das bedeutete auf ein 5-Minütiges Einlaufen folgte ein kurzes Einschiessen und eine äusserst kurze Besprechung. Dann ging es auch schon los.

Startfurioso der Surentaler
Aufgrund der kurzen Matchvorbereitung deutete alles auf einen schwachen Start der Gäste aus Sursee hin – Sie überraschten jedoch alle, inklusive das Heimteam. Noch keine Zwei Minuten waren gespielt, als Luca Bucher auf kluges Zuspiel von Mauro Furrer zum 1:0 einnetzte. Die Vipers vermochten indes sofort zu reagieren und erzielten nach einem Zuordnungsfehler in der Surseer Defensive den Ausgleich. Der Surseer Sturm-und Drangphase tat der Ausgleich jedoch keinen Abbruch. Nur eine Zeigerumdrehung später stand wiederum Luca Bucher bei einen Abpraller eines David Stöckli-Schusses goldrichtig und brachte Sursee erneut in Führung. Zwei Minuten später wagte Verteidiger Gian Waltisberg einen Vorstoss und legte den Ball für Luca Bucher ab. Dieser fackelte nicht lange und schoss sein drittes Tor innerhalb von fünf Minuten. Als in der neunten Minute Mauro Furrer einen genialen Querpass auf Jonathan Roos spielte und dieser souverän verwertete, schien das Spiel endgültig in die richtige Bahn gelenkt zu sein.
Nach dem Startfurioso gönnte sich Sursee jedoch eine kleine Auszeit – Sie blieben zwar mehrheitlich in Ballbesitz und waren tendenziell gefährlicher. Tore wollten auf Seiten der Surseer indes keine mehr fallen. Die Vipers machten es besser und kamen dank Toren in der 12. und 14. Minute wieder heran. Nach einem torreichen ersten Drittel ging es mit 4:3 in die Pause.

Schwaches Mitteldrittel
Das Ziel der Surseer am Anfang des zweiten Drittels war es, den Gegner resultatmässig so schnell wie möglich wieder auf Distanz zu bringen. Wie dieses Vorhaben umgesetzt werden kann, zeigte Fabian Setz zwei Minuten nach der Pause: Ein Doppelpass mit Sebastian Graf reichte aus, um die Vipers-Defensive zu entblössen und das 5:3 zu erzielen. In der Folge tat sich Sursee jedoch schwer – was einerseits am kompakter spielendem Gegner lag, andererseits aber auch am zunehmend kompliziert werdendem Spiel der Surseer lag. Bis zur 27. Spielminute war das Spiel wieder ausgeglichen. Das Geschehen danach war eine weitgehende Neutralisierung der beiden Mannschaften. Somit ging es mit dem 5:5 in die zweite Pause.

Nervenstärke bewiesen
Auch der Beginn des Schlussdrittels war sehr ausgeglichen: Sursee trat zwar wieder etwas mutiger auf als noch im zweiten Drittel, den Verteidigungsriegel der Vipers konnten sie jedoch weiterhin nicht knacken. Die Vipers agierten Offensiv ebenfalls zu harmlos, um eine Entscheidung zu erzwingen. Fünfeinhalb Minuten vor Schluss nahm Sursees Coach Michi Egli sein Time-Out. Anscheinend fand er die richtigen Worte, den exakt eine Minute später sah Mauro Furrer den freistehenden Sebastian Graf im Slot. Dieser nutzte die Gelegenheit eiskalt aus. Es sollte das Game-Winning-Goal sein, den die Vipers vermochten trotz einem zusätzlichen Feldspieler nicht mehr zu reagieren. 80 Sekunden vor Schluss machte Mauro Furrer mit seinem Schuss ins leere Tor dann alles klar.

Fazit: Der Auftritt der Surseer hätte überzeugender sein können, jedoch wurde auch das dritte Spiel gewonnen. Da die ebenfalls verlustpunktlosen Crusaders aus Zürich ihr Spiel gegen Eschenbach nur äusserst knapp gewonnen haben, grüsst Sursee neu von der Tabellenspitze.